Erdbestattung in Hannover: Die traditionelle Beisetzung im Sarg 

Wenn Menschen von uns gehen, ist das oft ein schwerer Verlust. Neben der Trauer gilt es jedoch, die passende Bestattungsart zu wählen und die Beisetzung im Sinne des oder der Verstorbenen zu organisieren. Eine Bestattungsart ist die Erdbestattung, bei der die verstorbene Person in einem Sarg beigesetzt wird.

Ursprung der Erdbestattung

Mit einer Erdbestattung ist die Beisetzung eines Verstorbenen in einem Sarg im Erdreich gemeint – seit Jahrtausenden die bevorzugte Art der Beisetzung. Begründet liegt das in der jüdischen Tradition. Da auch Jesus als Jude dieser Tradition entsprechend bestattet wurde, bevorzugt die christliche Kirche bis heute die Erdbestattung in Nachahmung der Bestattung Christi. Über die Jahrhunderte wurde – und wird teilweise bis heute – angenommen, dass nur ein komplett beerdigter Leib wieder als Ganzes auferstehen kann.


Friedhöfe in Hannover

Auf einer Fläche von 278,2 Hektar befinden sich in der Landeshauptstadt Hannover 19 Friedhöfe mit insgesamt 135.000 Grabstätten. Dieses riesige Areal bietet nicht nur Raum für die letzte Ruhestätte der Verstorbenen, sondern ist auch eine grüne Lunge der Stadt sowie eine Oase der Ruhe und der Entspannung. Viele Besucher gehen hier nicht nur zum Grab eines Verstorbenen, sondern genießen auf einem Spaziergang über den Friedhof auch die vielfältigen Pflanzen und Tiere, die hier angesiedelt sind. Jeder einzelne der 19 Friedhöfe in Hannover bietet ein wunderbares, natürliches Umfeld für ein Begräbnis und Grabstellen in verschiedenen Größen.


Die Vor- und Nachteile einer Erdbestattung 

Wie bei allen Bestattungsarten gibt es auch bei der Erdbestattung Vor- und Nachteile. Die Bestattung auf dem Friedhof ermöglicht es Angehörigen, einen festen Ort zu haben, an dem sie trauern können. Der regelmäßige Besuch des Grabes kann dabei helfen, den Verlust eines geliebten Menschen zu verarbeiten. Darüber hinaus wird die Erdbestattung häufig als Bestandteil eines natürlichen Kreislaufes wahrgenommen, bei dem sich der menschliche Körper langsam zersetzt. Darüber hinaus wissen viele, insbesondere gläubige Menschen, den traditionellen Aspekt einer Erdbestattung zu schätzen.

Ein Nachteil der Erdbestattung sind die vergleichsweise hohen Kosten, die auf Angehörige zukommen. Denn hier fallen nicht nur Kosten für das Begräbnis an, sondern auch für den Sarg, den Grabstein sowie die Waschung und Einkleidung des oder der Verstorbenen. Darüber hinaus entstehen durch die Grabnutzung und die Grabpflege laufende Gebühren. Ein weiteres Problem der Erdbestattung ist Platzmangel, der in manchen Gegenden bereits jetzt vorherrscht und die Suche nach einer passenden Grabstelle schwierig gestalten kann. 

Vorteile:

  • Bietet festen Ort zum Trauern
  • Natürliche Art der Bestattung
  • Traditionsreich 

Nachteile:

  • Vergleichsweise hohe Kosten und Folgekosten
  • Platzmangel auf manchen Friedhöfen

Ablauf einer Erdbestattung

Der traditionelle Ablauf einer Erdbestattung beinhaltet die Trauerfeier, die Grablege, Zeit für Beileidsbekundungen und den Leichenschmaus. In Hannover kann eine Bestattung frühestens 48 Stunden nach Todeseintritt stattfinden. Spätestens nach acht Tagen sollte die Beisetzung des oder der Verstorbenen erfolgt sein. Ausnahmen müssen mit dem zuständigen Gesundheitsamt im Vorfeld abgesprochen werden. 

Vor der Erdbestattung auf dem Friedhof findet üblicherweise eine Trauerfeier statt. Angehörige und der enge Freundeskreis versammeln sich in einer Kirche, Kapelle oder Trauerhalle zum Gedenken am Sarg des oder der Verstorbenen. Meistens führt ein Geistlicher oder ein von der Familie ausgewählter Redner beziehungsweise eine Rednerin durch die Gedenkfeier. Anschließend wird der Sarg vom Bestatter oder der Bestatterin zur Grabstelle überführt, gefolgt von den Trauergästen. Am Grab selbst werden ein Gebet oder letzte Worte zum Geleit gesprochen, bevor der Sarg in die Erde gelassen wird. 

Nun wird der Sarg mit Erde bedeckt, das Grab aber noch nicht vollständig geschlossen. Anschließend haben die Trauergäste die Möglichkeit, Blumen, Fotos, Briefe oder andere Erinnerungsstücke in das Grab zu werfen und sich so sinnbildlich von der verstorbenen Person zu verabschieden. Danach ist Raum für Beileidsbekundungen. Die Trauergäste können sich gegenseitig Beileid aussprechen, aber auch wortlose Umarmungen oder ein Händedruck sind hier typische Gesten, insbesondere dann, wenn es den Trauergästen schwerfällt, die passenden Worte zu finden. Darüber hinaus können Trauerkarten oder andere Symbole der Anteilnahme überreicht werden.

Nach der Beisetzung folgt, wenn gewünscht, der Leichenschmaus. Dabei treffen sich die Trauergäste in einem Restaurant, einer Gaststätte oder in Privaträumen und essen gemeinsam. Hier ist Platz zum Trauern, häufig werden auch Anekdoten aus dem Leben des oder der Verstorbenen erzählt. Der Leichenschmaus symbolisiert, dass Angehörige nach dem Tod eines geliebten Menschen nicht alleine sind.


Das Grab, ein Ort des Gedenkens

Grabstellen für eine Erdbestattung sind in Hannover als Einzelgräber erhältlich, aber auch als Familiengräber für mehrere Personen. Wir von Garvens Bestattungswesen GmbH beraten Sie gerne zu den verschiedenen Möglichkeiten auf den einzelnen Friedhöfen in Hannover, kontaktieren Sie uns bei Interesse gerne telefonisch oder per E-Mail. Freunde, Freundinnen und Angehörige kommen gerne zum Grab eines oder einer Verstorbenen, um seiner bzw. ihrer zu gedenken und Zwiesprache zu halten. Üblicherweise werden die Grabstellen mit einem würdigen Grabstein versehen. Das Grab selbst zeigt sich entweder attraktiv bepflanzt oder es wird mit einer schlichten Grabplatte bedeckt. Wenn Sie die Grabstelle professionell pflegen lassen möchten, beraten wir von Garvens Bestattungswesen GmbH Sie gerne.

Im Rahmen einer Erdbestattung in Hannover haben Sie die Möglichkeit, zwischen Wahlgräbern und Reihengräbern zu wählen. Die Lokalisation und Größe eines Wahlgrabes können Sie, wie der Name erahnen lässt, frei aus allen verfügbaren Gräbern wählen. Dabei können Sie auch Gräber wählen, die Platz für mehrere Särge bieten. Auch die Wahl des Grabsteins und der Bepflanzung steht Ihnen bei einem Wahlgrab frei. Darüber hinaus dürfen Sie ein Wahlgrab verlängern, sobald die Ruhezeit abgelaufen ist. Diese Vorteile machen das Wahlgrab insbesondere als Familiengrab interessant. Der Nachteil des Wahlgrabes sind die vergleichsweise hohen Kosten.

Kostengünstiger, aber mit mehr Vorschriften verbunden, sind Reihengräber. Hier haben Sie keinen Entscheidungsfreiraum bezüglich Lage, Größe und Grabgestaltung. Auch die Beschaffenheit des Grabsteins, der auf einem Reihengrab seinen Platz findet, ist in der jeweiligen Friedhofsverordnung festgeschrieben. Darüber hinaus ist die Ruhezeit, die in der Regel 20 bis 30 Jahre beträgt, festgelegt und nicht verlängerbar. Dennoch kann auch ein Reihengrab Ihren individuellen Vorstellungen entsprechen, wichtig ist hier, sich im Vorfeld über die geltenden Richtlinien zu informieren.


Der richtige Sarg

Bei der Auswahl des passenden Sarges steht Ihnen Ihr Bestatter gerne zur Seite, zum Beispiel Ihr Berater von Garvens Bestattungswesen GmbH in Hannover. Grundsätzlich gilt bei einer Erdbestattung wie auch bei der Urnenbeisetzung die Sargpflicht. Für die eigentliche Erdbestattung wird dann ein Material gewählt, das sich im Erdreich zersetzt. Meist wird hier Holz verwendet. Je nach Art des Holzes und der Beschläge variieren die Kosten für den Sarg. Auch die Innenausstattung wie Matratze, Decken, Kissen oder Polster kann je nach Ausführung preislich variieren. Hierzu beraten wir Sie gerne.

Im Gegensatz zur Feuerbestattung, wählt man für eine Erdbestattung aus ästhetischen Gründen meist einen hochwertigeren Sarg. In der Regel wird für schlichtere Särge Kiefern- oder Fichtenholz verwendet. Eichen-, Pappel- oder Lindenholz gelten als hochwertigere Holzmaterialien. Auch Särge aus Olivenholz oder Bambus sind momentan gefragt. Nicht mehr ganz so modern sind Särge aus Kirsch- oder Nussbaumholz. Darüber hinaus können Särge farbig oder mit besonderen Verzierungen individuell gestaltet werden.


Die Kosten für eine Erdbestattung

Die Kosten für eine Erdbestattung können sich auf mehrere tausend Euro belaufen und sind sehr individuell, da bei der Kostenkalkulation unterschiedliche Faktoren eine Rolle spielen. Neben den Friedhofsgebühren müssen Sie die Leistungen des Bestattungsunternehmens zahlen, den Sarg sowie den Grabstein und die damit verbundene Leistung des Steinmetzes oder der Steinmetzin. Weitere anfallende Kosten umfassen die Grabgestaltung durch einen Floristen oder eine Floristin, die Nutzung der Trauerhalle oder Kapelle sowie die Lokalität für den Leichenschmaus. Einen pauschalen Preis können wir an dieser Stelle also leider nicht nennen, zu individuell sind die Anforderungen an eine Erdbestattung. Kontaktieren Sie uns gerne, damit wir gemeinsam Ihre Vorstellungen und die damit einhergehenden Kosten besprechen können!


Grabpflege

Ein Erdgrab benötigt einigen Pflegeaufwand. Ein ansprechend gepflegtes Grab ist ein ehrendes Angedenken an den Verstorbenen. Doch nicht immer können sich die Angehörigen entsprechend kümmern. Schnell sprießt hier Unkraut oder die liebevoll gepflanzten Blumen verwelken in der prallen Sonne. Eine Friedhofsgärtnerei steht Ihnen hier hilfreich zur Seite. Wir von Garvens Bestattungswesen GmbH beraten Sie gerne bei allen Fragen der Grabpflege in Hannover, damit sich das Grab Ihres Angehörigen stets würdig präsentiert.